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The Grudge (2004) 
Regie: Takashi Shimizu
Buch: Takashi Shimizu, Stephen Susco
   
Ø-Wertung 8/10
Kritik von Kerstin (14.03.05)
Hatte ich behauptet „The Ring“ wäre unheimlich? War ich tatsächlich der Meinung „Blair Witch Project“ wäre der angsteinflößenste Film aller Zeiten? Nun, jetzt muss ich meine Äußerungen revidieren. „The Grudge“, im Deutschen „Der Fluch“, ist bedrohlicher und schrecklicher als alles, was ich bis jetzt gesehen habe. Noch heute kann ich kaum alleine in den Keller gehen, um meine Wäsche zu waschen. Dabei ist der Film denkbar simple: In einem normalen Haus in Tokio ist eine furchtbare Tragödie geschehen, seit diesem Zeitpunkt wird jeder, der das Haus betritt verflucht. Das ist alles; nicht mehr und nicht weniger.
Ähnlich wie in Verbinskis „The Ring“ wird dem Zuschauer in Takashi Shimizus Geniestreich keine ruhige Minute gelassen. Das Grauen ist einfach in jedem Moment greifbar. Die japanischen Wurzeln sind eindeutig nicht von der Hand zu weisen. Mit unglaublichem Geschick und Gespür für die Ängste des Unterbewusstseins schaffen zwei japanische Filme das, was anderen misslingt: uns Zuschauer bis ins Mark erschüttern.
Shimizu hatte im Gegensatz zu Hideo Nakata die Gelegenheit sein japanisches Original „Ju–on“ in der amerikanischen Version eins zu eins umzusetzen. Bei „The Ring“, im Original „Ringu“, wurde für das westliche Publikum Gore Verbinski ans Werk gesetzt. Ob die Originale unheimlicher sind mag bewerten wer will, ich jedenfalls werde mir dieses wunderbare Gruseln nicht durch eine unsinnige Wiederholung nehmen lassen.
Interessant ist übrigens, dass das japanische Poster zu „Ringu“ das gleiche Motiv trägt wie „The Grudge“. Es bleibt der Phantasie überlassen, was uns der Regisseur damit sagen will.
Zugegeben, auch dieser großartige Horrorfilm hat seine Schwächen. Zum einen hätte er keine Minute länger gehen dürfen, das Motiv nutzt sich mit der Zeit doch etwas ab. Eine Fortsetzung wird auf keinen Fall die gleiche Spannung halten können. Zum anderen ist die von uns allen als Buffy geliebte Sarah Michelle Gellar hier nur Statistin. Mit groß aufgerissenen Augen darf sie Angst haben, einige Entdeckungen machen und falsche Türen im falschen Moment öffnen. Da war sie als taffe Vampirjägerin dann doch um einiges besser. Es hat aber ja auch keiner behauptet, dass Hauptdarstellerinnen in Horrorfilmen schauspielern können müssen
Kleiner Tipp: Gegen die Angst während des Films hilft es sich zu sagen, dass dies nur ein Film ist!!!

Note: 10/10
Darsteller:
Sarah Michelle Gellar Karen
Jason Behr Doug
William Mapother Matthew
Clea DuVall Jennifer
KaDee Strickland Susan
Grace Zabriskie Emma
Bill Pullman Peter
Rosa Blasi Maria
Ted Raimi Alex
Ryo Ishibashi Nakagawa
Yoko Maki Yoko
Yuya Ozeki Toshio
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