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The Bourne Ultimatum (2007) 
Regie: Paul Greengrass
Buch: Scott Z. Burns, Tony Gilroy
   
Ø-Wertung 2.4/10
Kritik von Christoph (28.01.08)
Okay, Zeit, mal wieder persönlich zu werden...

Ich verstehe es einfach nicht. Weshalb wird die Bourne-Trilogie so hoch gelobt (vgl. bereits "The Bourne Supremacy - Die Bourne-Verschwörung)? Für was? Von wem?

Zugegeben, Teil 3 war jetzt aus meiner Sicht nicht ganz so schwer zu ertragen wie Teil 2. Zwar kommt es wieder zum exessiven und immer noch völlig grundlosen Einsatz der berüchtigten Wackelkamera, aber auf einem TV-Bildschirm betrachtet war es einigermaßen auszuhalten. Das ist aber nun kein wirklicher Pluspunkt. Diese Art stilistischen Rumgemurkses gehört endlich in die Mottenkiste!

Leider ist aber auch sonst nicht viel in Sicht, um diesen hoffentlich letzten Teil der Agentenserie auf der Skala nach oben zu treiben.

Dieser Film hat im wesentlichen keine Story, keine Charakterentwicklung, keine Tiefe und keinen relevanten Dialog. Der Trilogie hat dieser Abschluss weder stilistisch noch inhaltlich auch nur ein Quentchen hinzuzufügen. Fast alles, was es hier über Jason Bourne zu erfahren gibt, wissen wir schon aus dem zweiten Teil, da eine der Schlüsselszenen aus Teil 3 schon das Ende von Teil 2 darstellt (!?!). Und wer am Ende erwartet, zu hören, wer Jason Bourne nun wirklich war, sollte eigentlich enttäuscht sein, mit welch knapper Auflösung des Rätsels sich die Verantwortlichen hier aus der Affäre ziehen.

Und überhaupt, wie will man denn auch nur einen Hauch von Interesse an einer derartigen Überpersönlichkeit wie Jason Bourne entwickeln? Diese Kampfmaschine ist einfach zu perfekt: keine Fehler, keine mimische Regung, nicht zu fangen, nicht zu verletzten - da wirken Bond, Bauer und sogar der Terminator selbst als wahre Ausgeburten an Fleisch und Blut.

Ganauso unmenschlich und blaß wie der Protagonist bleibt auch der ganze Rest der an dieser nicht enden wollenden Hetzjagd Beteiligten. Ich glaube, im ganzen Film wird nicht ein einziges Mal gelächelt. Und Julia Stiles ist diesmal wirklich von einem Roboter ersetzt worden...

Es gibt also auch diesmal so gar keinen Grund, am weiteren Schicksal von Jason Bourne mitzufiebern. Oder man läßt Teil 2 weg, und sieht sich nur das "Ultimatum" an, wenn man unbedingt eine "AUflösung" haben will. Ist aber eigentlich auch egal.

Warum, warum also wird diese Trilogie, deren erster Teil wenigstens noch ein annehmbarer, wenn auch wirklich nicht revolutionärer Spionagethriller war, so sehr als Meilenstein des Genres, des modernen Actionkinos, gefeiert? Wer dort draussen , bitte (!), kann es mir erklären?


Note: 3/10
Darsteller:
Joan Allen Pamela Landy
Albert Finney Dr. Albert Hirsch
Edgar Ramirez Paz
Paddy Considine Simon Ross
Scott Glenn CIA Director Ezra Kramer
David Strathairn Deputy Director Noah Vosen
Julia Stiles Nicky Parsons
Matt Damon Jason Bourne
Tom Gallop Tom Cronin
Corey Johnson Wills
Daniel Brühl Martin Kreutz
Joey Ansah Desh
Colin Stinton Neal Daniels
Dan Fredenburgh Jimmy
Lucy Liemann Lucy
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